Wirtschaftsverband Weser fordert Nachbesserungen beim Bundesverkehrswegeplan

Pressemitteilung

Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 muss für den Schifffahrtsweg Weser nachgebessert werden. Dies ist das Ergebnis der Prüfung des am Mittwoch vom Bundesverkehrsministerium vorgestellten Plans für den Ausbau der Verkehrswege bis zum Jahr 2030 durch den Wirtschaftsverband Weser e.V.

Außen- und Unterweser

Der Vorsitzende des Verbandes, der ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier, erklärt dazu: „Die dringend notwendige Außen- und Unterweseranpassung wird gegenüber den geplanten Maßnahmen an der Elbe vom Verkehrsminister nur nachrangig bewertet. Dies ist eine Benachteiligung der niedersächsischen und bremischen Häfen an der Weser und widerspricht der bisherigen Gleichbehandlung der seewärtigen Zufahrten zu den Häfen an Weser und Elbe.“

Die Elbvertiefung wird unter „Laufende und fest disponierte Vorhaben“ und als „zugesagter Neubeginn“ (Seiten 43 und 178) aufgeführt. Die Anpassungsmaßnahmen bei der Außen- und Unterweser sind dagegen als „Vorrangiger Bedarf mit Engpassbeseitigung – VB/E-“ (Seiten 43 und 179) und damit in der Bedeutung der Vorhaben nicht mehr parallel zur Elbvertiefung eingeplant. Die Vorhaben VB/E sollen erst bis zum Jahr 2030 umgesetzt bzw. begonnen werden (Seite 11).

Hinzu kommt, dass die Unterweser von Bremen bis Bremerhaven in ihrer Bedeutung lediglich in der Kategorie B geführt wird. Die Elbe ab Hamburg dagegen findet sich in der vorrangigen Kategorie A. Für die Weser gilt diese Einstufung erst für die Außenweser ab Bremerhaven.

Mittelweser

Für die Anpassung der Mittelweser zwischen Minden und Bremen für sogenannte „Großmotorgüterschiffe“ (110 m Länge) stellt Wedemeier fest, dass im Bundesverkehrswegeplan nur noch ein wesentlich verringerter Ausbau vorgesehen ist, der mit Einbahnstrecken (Begegnungsverboten) von ca. 40 % der gesamten Flusslänge der Mittelweser verbunden ist. Das Ministerium hat lediglich noch € 10 Mio. Eigenmittel für Maßnahmen an der Mittelweser vorgesehen (Seite 177). Benötigt werden für alle vereinbarten und planfestgestellten Maßnahmen mindestens mehr als € 50,00 Mio.

Wedemeier: „Damit wird das Ausbauziel, den wirtschaftlichen Einsatz von Großmotorgüterschiffen auf der Mittelweser zu ermöglichen, nicht erreicht. Über 250 Mio. Euro an bisherigen öffentlichen Investitionen an der Mittelweser bleiben ohne nennenswerten verkehrlichen Nutzen und die politisch beabsichtigte Verlagerung von Güterverkehren auf den Wasserweg wird mit diesem Projekt nicht erreicht.“

Auch bei der Mittelweser findet sich bei der Einstufung der verkehrlichen und ökonomischen Bedeutung der Wasserstraße eine Benachteiligung der niedersächsischen und bremischen Häfen. Während der Elbe-Seitenkanal (vom Mittellandkanal nach Hamburg) vom Ministerium in der bevorzugten Kategorie A geführt wird, ist die Mittelweser (von Minden nach Bremen) lediglich in die weniger bedeutende Kategorie B eingestuft (Seite 185).

Weitere Informationen: Wirtschaftsverband Weser e.V., Ralf Rüdiger Heinrich, Teerhof 34, 28199 Bremen, Mobil 0151-23220327, info@wv-weser.de, www.weser.de

— Wirtschaftsverband Weser e.V. Teerhof 34 28199 Bremen Tel: 0421-598290 Fax 0421-5982940 margret.jovy@wv-weser.de www.weser.de Vorsitzender: Bürgermeister a.D. Dr. Klaus Wedemeier Geschäftsführer: Ralf Rüdiger Heinrich Sitz des Vereins: Bremen eingetragen: Amtsgericht Bremen VR 5821

Veröffentlicht unter:
Von: Ottmar Becher

Ottmar Becher

Geschäftsführer DMKN GmbH

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