Piraterie 2011 – Horn von Afrika: Gefahrenabwehr erfolgreich | Südostasien und Nigeria: alte Hotspots – neue Entwicklungen.

Mitte Januar 2012 veröffentlichte das International Maritime Bureau (IMB) seinen Annual Report »Piracy and Armed Robbery against Ships« für 2011 mit den Zahlen der ihm gemeldeten Überfälle.

Weltweit wurden 439 Piratenangriffe gemeldet (445 in 2010). Somalias Piraten sind verantwortlich für 239 davon (219). Deutsch bereederte Schiffe wurden in 64 Fällen von Piraten attackiert, nur Reeder aus Singapur waren mit 65 Fällen öfter betroffen. Insgesamt 8 Seeleute wurden getötet (8), 42 verletzt (37), 812 gerieten in Geiselhaft (1201). Von den 28 Hijacks in 2011 (49 in 2010), die auf das Konto somalischer Piraten gehen, fielen nur 4 (vier!) in die zweite Jahreshälfte, darunter ein Fischereifahrzeug, dessen Crew sich nach zwei Tagen gewaltsam selbst befreien konnte. Insgesamt 480 Seefahrer gerieten 2011 in Geiselhaft (1.016). Soweit die positive Entwicklung. Doch die Piraten haben ihre Aktivitäten keineswegs verringert, im Gegenteil: Sie haben ihre Überfallzahlen weiter gesteigert auf 237 (219).  

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