SMM 2016: Mit Visual Computing Unterwasser besser sehen

Von der Küste bis zur Tiefsee – Das Meer bietet Nutzungsformen für die Wirtschaft. Wie sich diese mit Hilfe von Visual-Computing-Technologien erschließen lassen, zeigen die Fraunhofer-Forscher auf der SMM 2016 in Hamburg.

(Darmstadt/Rostock/Graz) Für die maritime Wirtschaft ergeben sich bei Unterwassereinsätzen spezielle Anforderungen an die Meerestechnik. Offshore-Anlagen, Staumauern aber auch marine Aquakulturen müssen regelmäßig inspiziert werden. Von Tauchern oder speziellen Tauchroboter (Remotely Operated Vehicles, kurz ROVs, oder Autonomous Underwater Vehicles, kurz AUVs) aufgezeichnete Bilder- oder Filmaufnahmen liefern die dazu notwendigen Informationen. Mit Hilfe der gewonnenen Informationen können der Meeresgrund optisch vermessen und Objekte unter Wasser dreidimensional rekonstruiert werden. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für die zu treffenden Entscheidungen: öffentliche Genehmigungsverfahren, Investition in die Erschließung von Bodenschätzen oder die Gefahreneinschätzung bei Havarien.

Aufgrund von Brechungseffekten und optischen Eigenschaften des Wassers sind diese Aufnahmen oft verzerrt und verrauscht. Um den Bildinhalt solcher Aufnahmen visuell auszuwerten zu können, sind daher Bearbeitungen der Videos notwendig. Mit speziellen Unterwasser-Bildverarbeitungsverfahren verbessern die Forscher des Fraunhofer IGD diese Aufnahmen und machen sie für industrielle Anwendungen nutzbar. Dafür entzerren sie zunächst die Unterwasseraufnahmen und korrigieren Farbverfälschungen. „Die verbesserte Qualität der Bilder ermöglicht Wissenschaftlern eine detaillierte Auswertung der Aufnahmen und liefert den Unternehmen und Behörden eine bessere Entscheidungsbasis als bisher“, erklärt Professor Uwe Freiherr von Lukas, Leiter der Abteilung „Maritime Graphics“ am Fraunhofer IGD.

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