Dr. Andreas Herzfeld: Die Signalflaggen und Signalbücher deutscher Kriegs- und Handesmarinen seit 1815

Wie kommt eine Landratte aus Sachsen auf den Gedanken ein Buch über Signalflag-gen zu schreiben? Ganz einfach, weil es keine ordentliche deutschsprachige Übersicht über den Gebrauch von Signalflaggen gibt. Auch Wikipedia & Co. helfen nur bedingt weiter. Informationen zu dem nationalen Flaggenstell der deutschen Kriegsmarine sind praktisch nicht vorhanden. Leider gibt es nur wenige belastbare Daten zu den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Dies bleibt für spätere Recherchen.

In dieser Publikation werden alle seit dem 19. Jhd. von deutschen Handels- und Kriegsmarinen sowie der k.u.k. Kriegs- und Handelsmarine verwendeten Signalbücher und Signalflaggen vorgestellt. Neben Abbildung der verwendeten Flaggen wird auch der korrekte Gebrauch und die Bedeutung der einzelnen Signale ausführlich er-klärt. Natürlich können nicht alle Zwei-, Drei- oder Vierflaggen-Signale genannt werden. Denn deren Anzahl beträgt pro Signalbuch mehrere Tausend. Bei Interesse muss der Leser auf das Original zurückgreifen.

Seit über hundert Jahren verschiebt sich der Inhalt der Signalbücher immer mehr zu funktechnischen Anweisungen und Vorgaben. Diese werden im vorliegenden Werk nur kurz erwähnt. Die Signalflaggen fristen zunehmend ein Nischendasein. Nur bei Großereignissen, wie der Kieler Woche, kommen sie zu Einsatz. Die mit der Flaggengala geschmückten Schiffe erfreuen des Besuchers Augen. Vielen Gästen ist nicht bewusst, wie wichtig Signalflaggen waren, dass diese Flaggen Kriege mitent-schieden haben!

Übrigens, der erste deutsche Flotten-Admiral Rudolph Bromme, ernannt 1848 von der deutschen Nationalversammlung, war Leipziger.

Leipzig im Herbst 2014

Dr. Andreas Herzfeld FFIAV

Laureat of Vexillon Award

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