Saab Sea Wasp – Sicherheit in Häfen gegen Unterwasser-Bedrohungen

SEA WASP während der Übung COASTAL TRIDENT 2016 in Port Hueneme, Kalifornien/USA. Hier ausgerüstet mit dem CARBON FIRE EOD-Neutralisierer, der im Hover-Modus des ROV die Ladung bzw. ihren Zündmechanismus mit einem hochenergetischen Wasserstrahl ferngesteuert zerstört.

„Underwater Improvised Explosive Devices“ (IEDs) sind eine potenzielle terroristische Bedrohung auch im maritimen Umfeld, dort insbesondere in Häfen und/oder küstennahen Ankerplätzen.

In enger Zusammenarbeit mit der „US Underwater Hazardous Device Response Community“ hat Saab deshalb die „Waterborne Anti-IED Security Platform“ (SEA WASP) entwickelt. Sie basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung mit ferngelenkten Unterwasserfahrzeugen (ROVs) und deren Anwendung in engen und flachen Gewässern wie Häfen und Reeden. Mit diesem Abstands-System kann auf den Einsatz von Tauchern und die damit verbundene Gefährdung bei der Neutralisierung der Gefährdung verzichtet werden. Im Fokus stehen das Erfassen, Identifizieren und Bekämpfen von Haftladungen an Schiffen, Kaimauern oder anderen Hafeninstallationen bzw. Sprengmitteln auf dem Hafengrund.

Eine besondere Herausforderung ist das Neutralisieren von IEDs an einer Schiffshülle. Gegen einfache mechanische Entfernung sind sie in der Regel gesichert, so dass sie durch diese Art der Manipulation ihr Ziel noch erreichen und ein Schiff schwer beschädigen oder gar versenken können. Deshalb sollte die Entfernung mit einem einfachen, aber effizienten Wirkmittel erfolgen, das die Wirkladung der IED oder Haftmine unschädlich macht. Dies könnte beispielsweise mit einem hochenergetischen Wasserstrahl oder einen kleinen Neutralisierungsladung geschehen. Hierfür ist jedoch eine außerordentlich präzise und für die ausführenden Personen ungefährliche Vorgehensweise vonnöten.

Saabs SEA WASP markiert einen Meilenstein im Bemühen, sich der wandelnden Bedrohung und den besonderen neuen Herausforderungen zu stellen. Munitionsbeseitigungsteams können nunmehr sowohl für IEDs wie auch konventionelle Spreng-/Haftladungen oder Minen unter Wasser dasselbe Einsatz-Mittel nutzen. Mit nur zwei Personen ist das leichte System (<75kg) individuell auf die spezifische Operation zu konfigurieren und zu bedienen. Die Steuerung bzw. Fernlenkung kann wahlweise von einem Unterstützungsboot im Wasser oder einer Landinstallation, z.B. aus einem Fahrzeug, erfolgen.

Das modulare Design der SEA WASP erlaubt jederzeit den individuellen Zuschnitt auf die konkrete relevante Bedrohung. Abhängig vom Einsatzbedarf können am elektrischen Manipulatorarm bis zu fünf Werkzeuge eingerichtet werden, um Szenario-gerecht gegen IEDs vorgehen zu können.

Das SEA WASP System beinhaltet das ROV selber, einen Generator mit Stromversorgungseinheit, eine Steuereinheit und eine Handwinde. Die Sensor-Suite, bestehend aus Breitband-Sonar, LED-Beleuchtung und Farb-Videokamera verleihen dem ROV seine operativen Fähigkeiten, die auch unter erschwerten Bedingungen wie trübem Hafenwasser mit begrenzter Sichtweite zum Tragen kommen. Zusätzliche Sensoren sind nach spezifischem Bedarf flexibel installierbar. Autonome Wegpunktnavigation ist über ein Doppler-Geschwindigkeitslog sichergestellt. Mit seinen Außenmaßen (Länge 1,7m, Breite 0,5m, Höhe 0,4m) kann das ROV selbst in räumlich sehr beengten Szenarien eingesetzt werden.

Für die optimale Steuerung hat Saab seine langjährige Erfahrung mit ROVs in einem ausgefeilten Kontrollsystem umgesetzt, das in allen sechs Freiheitsgraden ultimative Manövrierbarkeit ermöglicht. Sechs bürstenfreie Antriebsmotoren stellen selbst bei einer Strömung bis zu 2,5 Knoten die präzise Positionierung in jeder Lage sicher; beim Transit entlang der Wegpunkte erleichtert eine autonome, konstante Tiefensteuerung das Manövrieren. Auch wenn das System im Schwerpunkt auf das Operieren in Häfen ausgerichtet ist, sind darüber hinaus Einsatztiefen bis zu 150 Meter möglich, also beispielsweise auf Reeden.

Für Betrieb und Einsatz erfolgen die elektrische Stromversorgung und der Datentransfer über ein 160 Meter langes Verbindungskabel, das dem Bediener Sicherheit durch Abstand gegenüber den möglichen Gefahren aus Sprengladungen gibt.

Die SEA WASP basiert auf Saabs jahrelanger einschlägiger Erfahrung mit ROVs und verbindet hydrodynamische Stabilität in allen sechs Freiheitsgraden mit herausragender System-Zuverlässigkeit, ausgefeilten operativen Eigenschaften und geringen Lebenswegkosten zu einer effektiven und effizienten Lösung für die Überwachung bzw. Überprüfung und Sicherung des maritimen Umfelds in und vor Häfen.

Weitere Info über:

Bernd-Peter Rahner

bernd-peter.rahner@saabgroup.com

www.saab.com

 

 

 

 

 

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Von: Saab Deutschland GmbH

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