“Die maritime Dimension von Wohlstand und Prosperität und deren Abhängigkeiten von Cyber@sea”

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Der 7. Maritime After Work Club (MAWC) des Maritimen Hauptstadtforums (MHF) fand am 15. September in der Landesvertretung Mecklenburg Vorpommern in den Ministergärten in Berlin statt.

Zu dem Thema

“Die maritime Dimension von Wohlstand und Prosperität und deren Abhängigkeiten von Cyber@sea”

referierten Vizeadmiral Rainer Brinkmann und Herr Dietmar Hilke.

Kann mit manipulierter Software physikalischer Schaden auf See angerichtet werden? Eine der zentralen Fragen für die etwa 60 maritim interessierten Gäste. Die Antwort ist eindeutig. Dietmar Hilke schilderte erschreckend konkrete Beispiele. Es könne zum Bespiel durch ein Vorzeichenwechsel bei den Stabilisatoren auf einem Kreuzfahrtschiff eine Reederei erpresst werden.

4000 seekranke Kunden seien ein stichhaltiges Argument, sagte Hilke, der Direktor, „Cyber Strategie“ bei Thales. (Bild einfügen)

Alternativ könnte mit Schadsoftware die Ölschmierung einer Antriebmaschine auf einem Kriegsschiff abgestellt werden und einen Kolbenfresser zur Folge haben.

Das Kriegsschiff kann nicht mehr wirken. Alles Phantasie? Mitnichten.

Hilke berechnete den Aufwand exemplarisch: für den Preis eines gepanzerten Fahrzeuges können 100 Hacker ein Jahr derartige Cyberangriffe vorbereiten. Jedes Schiff, zivil oder militärisch, ist heute vielfach vernetzt und bietet damit zahlreiche Einfallstore für Cyberangriffe.

Auch Vizeadmiral Brinkmann sieht Handlungsbedarf. Ein Joint Venture mit Wirtschaft und Industrie gemeinsam mit der Bundeswehr könne im Sinne der gesamtstaatlichen Verantwortung ein Lösungsansatz sein. In einer zivil-militärischen Kooperation könne die Kompetenz der Experten beiden Seiten nützen, so der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte.

 

Text und Bilder: MHF

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