Bordhubschrauber der Marine – Die Aufgaben der BHS im Einsatz – Vielfalt und Wandel

Für die Marinen der NATO war der nordatlantische Raum die Versorgungsader, die es zu schützen galt. Die latente U-Boot- Bedrohung durch den Warschauer Pakt führte frühzeitig zu konzeptionellen Überlegungen, die Begleitschiffe von Konvois (i.d.R. Fregatten), die für einen gesicherten Nachschub über den Nordatlantik unverunverzichtbarer Bestandteil der Abschreckung waren, mit bordgestützten Hubschraubern für einen erweiterten Erfassungs- und Bekämpfungshorizont auszustatten.
In den siebziger Jahren kam es in der damaligen Bundesmarine zu einer entsprechenden Weichenstellung. Die seefahrende Flotte sollte eingeschiffte Marineflieger an Bord bekommen. Die Planungen für die acht Fregatten 122 (Indienststellung von Mai 1982 bis März 1990) berücksichtigten von Beginn an Hubschrauber als Bestandteil des Systems Schiff. Beschafft wurden für diese Schiffe 19 Bordhubschrauber des Typs Sea Lynx Mk 88 der britischen Firma Westland.
Am 1. Oktober 1981 wurde die 3. Staffel des Marinefliegergeschwaders 3 »Graf Zeppelin« einsatzbereit und konnte den Fregatten die Bordhubschrauber für die Einsatzrolle U-Boot-Jagd und -bekämpfung (ASW1) bereitstellen. Es begann für beide Seiten eine Lernphase über die neuen Einsatzmöglichkeiten der Hubschraubertragenden Fregatten und dem damit erweiterten Einsatzspektrum. Grundsätzlich ging es weiterhin um die Geleitzugsicherung als primäre Aufgabe bis zur Auflösung des Warschauer Paktes – demgegenüber waren Transport von Personal und Material innerhalb eines Verbandes, Unterstützung im Rahmen der Lagebilderstellung sowie Einsatz als Fremdorter für den Flugkörperverschuss der Überwassereinheiten sekundäre Aufgaben.
Der Falklandkrieg 1982 zeigte jedoch schon erweiterte Einsatzmöglichkeiten von Bordhubschraubern auf: Sea Lynx-Hubschrauber der Royal Navy setzten erfolgreich Lenkf lugkörper des Typs Sea Skua gegen Seeziele ein.

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